PFEIFFER & KOLLEGEN | Rechtsmittel
Kompetente Verteidigung in Rechtsmittelinstanzen. Wir übernehmen ihr Verfahren auch in einer neuen Instanz.
Rechtsmittel, Berufung, Revision, Verfassungsbeschwerde
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Berufung / Revision

Berufung und Revision

Berufung und Revision sind die maßgeblichen Rechtsmittel im Strafverfahren.

In der Berufungsinstanz ist das Ergebnis eines Strafverfahrens noch offen, da noch neue Beweise eingebracht werden können. Die Revision ist das letzte Rechtsmittel und ermöglicht nur eine rein rechtliche Überprüfung des letztinstanzlichen Urteils. Sie ist deshalb häufig “der letzte Strohhalm”, der einem Angeklagten bleibt.

Die Berufung wird gegen erstinstanzliche Urteile eingelegt. Ihr Ziel ist sowohl die Überprüfung dieses Urteils in rechtlicher als auch tatsächlicher Hinsicht. Es können neue Tatsachen vorgebracht und neue Beweise in das Strafverfahren eingeführt werden.

Die Revision ist das Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Urteile des Landgerichts. Über die Revision entscheidet in diesem Fall der Bundesgerichtshof (BGH). Auch gegen Berufungsurteile des Landgerichts kann grundsätzlich Revision eingelegt werden. Gegen erstinstanzliche Urteile des Amtsgerichts kann auch anstatt Berufung die (Sprung-)Revision eingelegt werden. In diesen Fällen entscheidet das jeweils zuständige Oberlandesgericht (OLG) über die Revision. In Hessen ist dies das OLG Frankfurt a.M.

Eine weitere Beweisaufnahme ist im Revisionsverfahren nicht mehr möglich. Auch ist das Revisionsgericht regelmäßig daran gebunden, wie das letzte Tatgericht einzelne Beweise gewürdigt hat.

Das Revisionsgericht prüft Verfahrensfehler sowie die fehlerhafte Anwendung von Strafvorschriften, d. h. die Verurteilung wegen eines bestimmten Delikts, das möglicherweise gar nicht verwirklicht wurde.

Ziel der Revision ist die Aufhebung des angegriffenen Urteils und Zurückverweisung an ein anderes Gericht zu erneuter Verhandlung und Entscheidung.

In diesem Verfahren können durch eine erneute Beweiserhebung wieder entlastende Beweise eingebracht werden, die das Gericht u.U. zu einer völlig neuen Bewertung veranlassen kann.

Das Anfertigen von Revisionsbegründungen erfordert vom Verteidiger umfassende Kenntnisse über die Entscheidungspraxis der Obergerichte. Insbesondere bei der Erhebung der Verfahrensrügen zur Bemängelung von Verfahrensfehlern sind die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung gestellten Anforderungen an die Begründung der Revision hoch.

VERFASSUNGSBESCHWERDE

Ist eine Revision gescheitert, so kann das Urteil des Revisionsgerichts nur noch mit einer Verfassungsbeschwerde angegriffen werden.

Das Verfassungsgericht prüft, ob eine Urteil (oder auch eine andere letztinstanzliche Entscheidung) den Betroffenen unverhältnismäßig in seinen Grundrechten betrifft.

Das Verfassungsgericht versteht sich nicht als „Superinstanz“, die Fehler des letztinstanzlichen Gerichts bereinigt. Es versteht sich als „Bürgergericht“, das unzumutbare Grundrechtseingriffe korrigiert.

Die einlegung einer Verfassungsbeschwerde erfordert eine hohe Kenntnis des verfassungsrechtlichen Verfahrens als auch eine umfangreiche Einarbeitung in die Rechtsprechung des Verfassungsgerichts.

Die Strafverteidiger unserer Kanzlei übernehmen ihre Strafverteidigung in jedem Rechtsmittel.

Wir übernehmen Ihre Verteidigung im Rechtsmittelverfahren auch dann, wenn Sie in der ersten Instanz unverteidigt waren oder einen Wechsel Ihrer Verteidigung wünschen.